Wolfgang Ullrich, Wohlstandsphänomene. Eine Beispielsammlung
Wie deutlich prägt eine Wirtschaftsordnung eine spezifische Ästhetik aus? Bezogen auf den Westen kann man unterscheiden, wie sich die kapitalistische Gesinnung, die marktwirtschaftliche Praxis, aber vor allem der ökonomische Wohlstand auf die Gestaltung nahezu aller Lebensbereiche auswirkt. In seiner Beispielsammlung diskutiert Wolfgang Ullrich zahlreiche solcher Wohlstandsphänomene. weiter lesen
Robert Fleck, Deleuze schickt mich in die Bibliothek
Über Bücher und Menschen
1983 musste Robert Fleck, seinerzeit Student von Gilles Deleuze, dem Herausgeber der Tageszeitung Die Presse, gestehen, dass er zwar Deleuzes Kafka-Lektüren, niemals aber Kafka im Original gelesen habe. So entstand die Idee für die wöchentliche Kolumne »Alte Bücher – neu gelesen«, mit der sich Fleck quer durch den Kanon der bürgerlichen Literatur schrieb. weiter lesen
Im Juni 1968 borgte sich Valerie Solanas etwas Geld, kaufte davon eine Pistole, warf sich in schwarze Klamotten und ging in die Factory, um Andy Warhol niederzuschießen. Sie feuerte drei Schüsse auf ihn ab, der letzte traf ihn in die Lunge. »Es geschieht nicht oft, dass ich jemanden erschieße«, sagte sie in der Verhandlung – und: »Lest mein Manifest, das erklärt euch, wer ich bin.« Das Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer, 1966 geschrieben und zunächst in Matrizenabzügen auf der Straße verkauft, gilt heute als Zeugnis einer schwarzhumoristischen Literatur, voll »Witz, der darauf abzielt, Ungerechtigkeit, Übel und Tod zu überwinden« (Sjon). weiter lesen
S.C.U.M. ERSCHEINT ENDE AUGUST!
Ole Frahm, Die Sprache des Comics
Sind Comics Kunst? Sind sie vielleicht doch eher Literatur? Oder ganz einfach Trash? Comics lassen sich nur verstehen, wenn man die ihnen eigene parodistische Ästhetik in den Blick nimmt. weiter lesen
Peter Geimer, Bilder aus Versehen. Eine Geschichte fotografischer Erscheinungen
Die Geschichte der Fotografie wird gern als Erfolgsgeschichte technischer Innovationen erzählt. Diese Erzählung vom stetigen Fortschritt durchkreuzt aber von Anfang an eine Geschichte der Störung, der Irritation und des Unfalls. weiter lesen
Gert Mattenklott, Ästhetische Opposition. Essays zu Literatur, Kunst und Kultur
Ästhetisches Handeln vollzieht sich in der Spannung zwischen dem Ästhetischen und dem Politischen. Dieses Handeln ist eine eigensinnige Opposition gegen die Verhältnisse, die es veranlassen, begrenzen und sich zugleich den Formen der Objekte aufprägen, die handelnd hervorgebracht werden. weiter lesen
Walter Grasskamp, Ein Urlaubstag im Kunstbetrieb. Bilder und Nachbilder
Verbringt ein Kritiker einen Urlaubstag im Kunstbetrieb, so trifft er dort auch nichts anderes an als sonst: Künstler, Sammler, Händler und Kuratoren; Bilder, Installationen und Performances. Aber er betrachtet sie anders. weiter lesen
Die Zeitschrift ilinx, Berliner Beiträge zur Kulturwissenschaft geht auf eine Initiative von Kulturwissenschaftlern aus dem Umfeld der Humboldt-Universität zu Berlin zurück. Herausgegeben wird das erste Heft von Mark Butler, Anna Echterhölter, Sebastian Gießmann und Rebekka Ladewig. Gestaltet wird die Zeitschrift von Nikolai Franke. ilinx erscheint jährlich und wird das jeweilige Titelthema mit wissenschaftlichen Artikeln angehen, ergänzt um kürzere Beiträge, die formal explorativ und inhaltlich freier gehalten sind.
Rosalind E. Krauss: Das optische Unbewusste
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